
WELTMUSEUM WIEN von 25. März 2025 bis 1. Februar 2026
„Hosen sind allgegenwärtig – und doch steckt viel mehr in ihnen, als es auf den ersten Blick scheint. Von antiken Reiterhosen bis zu den modernen Jeans erzählt Wer hat die Hosen an? von kulturellen Normen, gesellschaftlichen Umbrüchen und individueller Identität. Kostbarkeiten und so manch skurriles Fundstück aus den Sammlungen des Weltmuseums Wien, des Kunsthistorischen Museums und des Theatermuseums treffen dabei auf Leihgaben österreichischer Museen und internationaler Sammlungen. Historische Originale in Gegenüberstellung mit ausgewählten modernen Kunstwerken zeichnen in der Ausstellung ein vielschichtiges Bild dieses symbolbehafteten Kleidungsstücks.
Ob luxuriöse Beinkleider der Habsburger, rebellische Mode-Statements oder praktische Arbeitskleidung – die ausgestellten Stücke zeigen, wie eng Hosen mit Macht, Status und Geschlechterrollen verbunden sind. Von der älteste im Original erhaltene Hose, über 1.000 Jahre alt, spannen sich Erzählfäden zu rebellischen Frauen und ihrem Streben nach gesellschaftlicher und politischer Gleichberechtigung.
Doch die Ausstellung blickt nicht nur in die Vergangenheit. Sie thematisiert auch die Herausforderungen der heutigen Modeindustrie – in Zeiten von „Ultrafast Fashion“. Was sagt die Hose über uns aus? Wie verändert sich ihre Bedeutung im Laufe der Zeit? Und warum steht sie bis heute für Macht, Protest und Wandel?“
Ausstellungsbeschreibung – Weltmuseum Wien
https://www.weltmuseumwien.at/ausstellungen/wer-hat-die-hosen-an/#info

Der blaue Faden 2006/07
Baumwolle
Mit Naturindigo gefärbt
Am Handwebstuhl gefertigt
Auf Maß geschneidert
Auf der Spur der „Ur-Jeans“. Welche Arbeitsschritte sind nötig, um von einem weißen Garn zu einer verkaufsfertigen Blue-Jeans zu kommen.
Fast jede und jeder besitzt dieses Kleidungsstück. Es bekleidet uns fast in jeder Situation unseres Lebens. Sie ist ein Synonym für Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist Mythos mehrerer Generationen. Es entsagt sich der Mode und ist trotzdem ein Teil von ihr. Es ist so widersprüchlich und nicht fest zu machen. Es muss eine zweite Haut werden, und unseren Charakter nach außen tragen. Jede Jeans ist so individuell wie ihre Trägerin oder ihr Träger. Aber so richtig wollen wir uns nicht mit ihr auseinandersetzen. Oder macht man sich beim Anblick dieser Hose den Gedanken, was dahinter steckt – welche Geschichte dieses Kleidungsstück schon besitzt. Dieses Projekt wurde über den gesamten Ablauf fotografisch und filmisch begleitet und aufgearbeitet.




KapuJeans
Laufendes Projekt seit ca. 1o Jahren
Die Basis-Jeans stammen von den Marken Levis, Lee, Wrangler oder Mustang aus zweiter Hand oder wurden im privaten Gebrauch abgetragen. Die Flicken sind von alten Hosen, Jacken Blaudruckstoffen,
handgewebten oder handgefärbten Stoffen. Meist werden die Flicken mit einer Overlocknaht versäubert und anschließend mit der Nähmaschine aufgenäht. An manchen Stellen kommen Handnähtechniken zum Einsatz.
Was Steht hinter dem Projekt KapuJeans?
Jeans, die passen, gibt man ungern weg. Obwohl in Massen vorhanden ist sie individuell – Der Abrieb des Indigos zeichnet das Leben in die Hose. 150 Jahre – Weltwirtschaftskrisen, Kriege, politische Umwälzungen, zig Modetrends und gesellschaftliche Veränderungen – und die Jeans bleibt.
In Europa besitzt jeder und jede im Schnitt 7 Paar Jeans, das sind über 3 Milliarden Paar Jeans in den Kleiderkästen, ohne die die noch in den Geschften hängen. Neue Jeans haben oft einen Anteil an
Kunstfasern im Denim. Elastan ist Polyurethan und kann nur schwer recycelt werden.
Alte und gebrauchte Jeans wurden schon öfters gewaschen, und somit sind sie frei von chemischen Zusatzstoffen Jeans kennen keine sozialen Hierarchien – nur die Brands


